Kolumbien 08.-23.09.2025

 
Teil 8: Tieflandregenwald und weitere Habitate

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Das Regenwetter in der Region der Araucana-Lodge hält an.Unser Guide checkt die Wettervorhersagen in Nachbaregionen und sagt einen Tagesausflug in den Tieflandregenwald an. Freilich kann es auch dort regnen, vor allem ist es heiß. In Bezug auf passende Kleidung stehe ich vor der Wahl: Mit Regencape werde ich vom Schwitzen unter dem Cape nass. Da kann ich mich auch ausziehen und ziehe den Bikini drunter. Am 19.9. in aller Frühe geht es morgens los. Nach 1h Busfahrt laufen wir über eine Hängebrücke (Bild unten). Am anderen Ufer bringen uns Motorrad-Draisinen (rechtes Bild) zum Dorf San Ciprian, welches keine Straßenanbindung hat. Schon während der Draisinen-Hinfahrt bemerkt ein Guide Tukane und lässt die Fahrzeuge stoppen. Die ersten beiden Bilder zeigen Halsbandarassari und Goldkehltukan. Ein Mädchen aus San Ciprian möchte auch mal gern durchs Fernglas schauen und sich die besetzten Nester des Rotkopf-Stirnvogels ansehen.
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Die eigentliche Tourismus-Attraktion des abgelegenen Ortes am Fluss heißt River-Tubing. Es werden Reifen verliehen, mit denen der Fluss "befahren" wird. Die Vogelbeobachtungen im Regenwald erweisen sich als schwierig. Klangattrappen verbessern die Situation wenig. Der kulturelle Mehrwert dieses Ausfluges rechtfertigt jedoch den Aufwand. Der Regen bleibt aus, nach dem essen nutze ich eine Chance von 5 Minuten, mich schnell mal im Fluss abzukühlen. Einige beneiden mich um den Bikini.
Am 20.9. trotzen wir den Bedingungen im Bergland und beobachten in einem Obstanbaugebiet am Hang. Der Lehm klebt uns dermaßen an den Füßen, dass wir kaum laufen können. Den Regen verbringen wir unter einem Dach und nach einiger Zeit Gesang zeigt sich der Ultramarinkardinal (2. Bild) auch mal ganz frei. Am Nachmittag nutze ich in Regenpausen die Freizeit zur Auffrischung bekannter Arten und beobachte so z. B. den auf Bild 3 abgebildeten Dickschnabelorganisten. Ein letzter Tagesausflug führt uns am 21.9. ins Flachland zu den Reisfeldern bei Jamundi, wo wir neue Vogelarten suchen und mit dem Perlaar (rechts) gleich fündig werden.

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Den Rallenkranich (Limpkin), links im Bild, sehen wir viel besser als an unserem 1. Reisetag, neu auf der Liste sind u.a. Dreifarbnonne (2. Bild) und Witwenpfeifgans (daneben). Am 22.9. abends beginnt der Heimflug ab Cali. Der Botanische Garten hat montags geschlossen. Wir machen eine Stadtbesichtigung, besuchen den zentral gelegenen Katzenpark am Rio Cali und das Archäologische Museum. Heute kommt erwartungsgemäß kein weiterer Vogel auf die Liste und diese wird mit knapp 400 Vogelarten abgeschlossen.