Kolumbien 08.-23.09.2025

 
Teil 7: Farbenpracht im San Antonio-Nebelwald
bei Aves Doña Dora (17.9.)

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Schon am nächsten Tag erleben wir einen weiteren spektakulären Reisehöhepunkt. Ziel ist Aves Doña Dora (auch bekannt als El Descanso), eine private Vogelbeobachtungs-Station im San Antonio-Nebelwald, wo wir auch verköstigt werden. Noch vor dem Frühstück steigen wir teils Stufen, häufig mit Seilen gesichert, ca. 500 m steil abwärts, um die Zielart Andenfelsenhahn (links) bei der Balz zu erleben. In einzigartiger Geräuschkulisse unten im Bachtal zeigen sich 4 oder 5 Hähne, wobei einzelne unserem Unterstand auch mal sehr viel näher als erwartet kommen. Nur deshalb kann ich bei minimalem Tageslicht mit der hierfür eigentlich ungeeigneten Nikon D-950 überhaupt fotografieren. Für den beschwerlichen Aufstieg nehme ich mir mehr Zeit als andere und lasse vorgesehene Beobachtungsoptionen auf halber Höhe aus. Oben angekommen gibt es Frühstück mit Blick auf bunte Vögel. Danach laden zwei übereinander gelegene Aussichtsplattformen zum entspannten Beobachten und Fotografieren ein. Der Tukanbartvogel (2. Bild) macht sich rar, ich freue mich, dieses eine Bild mitnehmen zu können. Häufiger zu sehen ist der Anden-Bartvogel (Männchen im 3. Bild, Weibchen rechts).
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Aves Doña Dora ist auch für seine Kolibrivielfalt bekannt. Einige Vertreter vlnr sind Smaragdschattenkolibri, Hyazinthkolibri und Violettkronennymphe. Das Männchen der Rotohr-Bunttangare (rechts) ist nur dem deutschen Namen nach bunt, während der englische Name "Glistening-green Tanager"den strahlend grünen Glanz des Männchens wesentlich besser trifft. Immerhin zeigt sich im deutschen Namen die Verwandschaft mit der Schwarzohr-Bunttangare, dessen Weibchen auch grün ist, während das prächtig buntes Männchen unseren Augen generell verborgen blieb.
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Glück haben wir mit dem Kanadawaldsänger (links), ein gerade eingetroffener Wintergast aus dem Norden. Am 18.9. ist Dauerregen und wir beobachten weitgehend unterm Dach der Finca Alejandría "El Paraiso de Los Colibries". Wetterbedingt ist die Ausbeute nicht so groß. Am Wegesrand außerhalb der Finca spüren wir in einer Regenpause einen Goldkopftrogon (Golden-headed-Quetzal) auf. Die Art hatten wir in der ersten Reisewoche vergeblich gesucht. Den Nachmittag verbringen wir in der Araucana-Lodge, wo man unter einem Dach Kolibris und Vögel an Bananen - hier einen Linienspecht - beobachten kann. Das rechte Bild zeigt die Araucana-Lodge von innen. Die ringförmige Bebauung mit den Grünpflanzen im Zentrum ist gut gemeint, aber etwas unpraktisch. Von der Eingangshalle, welche gleichzeitig als Speiseraum fungiert, zu den Zimmern in der unteren Etage gelangt man über eine regennasse Treppe und wird von oben auch noch nass, sofern man nicht bereitstehende Regenschirme benutzt.