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Vom Airport Bukarest Otopeni (OTP) fahren wir in einem komfortablen Kleinbus durch die rumänische Tiefebene in Richtung Schwarzes Meer ostwärts. Etwa auf halber Strecke stoppt der Bus an einem Feuchtgebiet. Zwei sportliche junge Damen sind schon da und stoßen planmäßig zur Gruppe. Der überfliegende Purpurreiher (links) ist schon mal ein konkreter Hinweis auf zu erwartende südliche Arten in Rumäniens Feuchtgebieten. Drei Übernachtungen in Babadag ermöglichen frühmorgens individuelle Beobachtungsgänge, denn Frühstück gibt es hier und in den folgenden Unterkünften erst ab 8 Uhr. Türkentauben sind allgegenwärtig. Wiedehopf und Wendehals sind die Highlights am ersten Morgen. Bei der Nachtigall hören wir genau hin, es könnte ja auch ein Sprosser sein. Auch die bunten Spechte sind keineswegs immer Buntspechte. Tatsächlich lassen sich an den Folgetagen mehr Blutspechte als Buntspechte identifizieren. Die erste gemeinsame Beobachtungstour erfolgt im antiken Ambiente von Histria (Bild 2). Ein Schwarzstirnwürger (Bild 3) singt. Im Weißstorchnest (rechts) gibt es zahlreiche Weidensperlinge als Untermieter. |
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Ebenda betrachtet eine griechische Landschildkröte Panzerreste einer europäischen Sumpfschildkröte (linkes Bild). Der Rötelfalke (daneben) jagt dort, wo gerade noch ein Steinkauz gesessen hat. Rotfußfalken beider Geschlechter beobachten wir ausgiebig direkt neben der Fahrstraße (Bilder 7 bis 9). Diese bei uns gelegentlich durchziehende Falkenart hat hier die Eigenart, in großen Saatkrähenkolonien zu brüten, wo es auch zu Streitigkeiten kommt. |
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Bevor wir zum Schwarzen Meer gelangen, richten wir Augen und Ohren auf ausgedehnte Feuchtgebiete um Vadu im Hinterland unweit der Dünen (Bild 10). Während wir der Moorente (Bild 11) noch öfters begegnen werden, blieben die beiden Kolbenenten auf Bild 11 die einzigen dieser Reise. Den Kampfläufer (rechtes Bild) zeigt sich zusammen mit Stelzenläufer und Brandgans. Besonders in Erinnerung bleibt mir der kurze Moment einer nahe vorbeifliegenden Rotflügel-Brachschwalbe. Fast spektakulär wirkt der Kontrast zwischen schwarzem gegabelten Schwanz und weißem Bauch, während der weiße Armflügel-Hinterrand in der Sonne blendet. Meine zunächst noch unzureichende Artkenntnis und die Sonneneinstrahlung verhindern die Wahrnehmung der namensgebenden rotbraunen Tönung der Unterflügeldecken. Später wird die Guppe weit entfernte Nester einer kleinen Brutkolonie im Gegenlicht sehen. Doch noch stehe ich am Ort des Vorbeifluges und bin entzückt vom wiederholten Gesang des Kleinen Sumpfhuhns, einer Art, die ich in Brandenburg trotz einiger Bemühungen noch nicht gefunden habe. Somit ist die prägnante Lautäußerung des offenbar recht nahen heimlichen Kleinsumpfhuhnes für mich sehr aufregend und wertvoll. Während meiner diesbezüglichen Tonaufnahmen melden sich zusätzlich Rohrdommel und der erste der 3 Seidensänger unserer Reise. Auch der einzige Mariskensänger unserer Liste singt einige Strophen. Die hier genannten Arten mögen eine Vorstellung vermitteln, was frühmorgens hier zu erwarten wäre. Um die 30 Rohrweihen notiere ich heute – auch um ein Gefühl für die Dichte ausgewählter Arten im Optimal-Habitat zu bekommen. |
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Die Schwarzmeerküste (links) präsentiert sich vor allem windig, Wegen der Schwierigkeit, Vögel zu finden, schütze ich Fernglas und Fotoapparat vor Sand und Blicken und bade in den Fluten.
Der dritte Reisetag (17.05.) führt ins in ein orchideenreiches Habitat (Bild 14) am Kloster Codru. Eine Balkanmeise wird gefunden, doch ich sehe sie nur kurz wegfliegen. Wesentlich kooperativer sind Schwanzmeisen (Bild 15), sie zeigen hier mehr Schwarz als bei uns zu Hause. Beim Ortolan (rechts) beobachten wir ausgiebig 2 singende Männchen. |
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Später am Tag fahren wir auf Nebenwegen, um nach Lerchen und Piepern zu suchen. Ziegen gewähren wir die Vorrechte (links). In der Agrarsteppe finden wir Feldlerchen, 4 Kalanderlerchen und eine Kurzzehenlerche. Der erste Brachpieper (Bild 18) zeigt sich, später folgen weitere und ich erinnere mich an Ferienerlebnisse in der Lausitz bei den Großeltern.
Während eines heftigen Schauers erreicht unser Bus das geologische Landschaftsschutzgebiet „The Gorges of Dobroudja“ / Cheile Dobrogei (Bild 19). Von der imposanten Kalksteinschlucht heißt es, dass sie früher mal ein Korallenriff gewesen sein könnte. Hier suchen wir nach ortstypischen Steinschmätzern und finden auch den Nonnensteinschmätzer (rechts). |