Rumänien 15.-25.05.2026

 
Teil 2: Donaudelta

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Bevor uns das Linienschiff in den südlichsten Arm des Donaudeltas bringt, besuchen wir zwei Salzpfannen in der nördlichen Dobrudscha (ohne Foto). Die erste zeigt sich überwiegend trocken, an der nächsten gibt es zahlreiche Wasservögel und zuletzt, schon vom Bus aus, sehen wir auch Zwergmöwen. Zwischen 15 Uhr und 17:30 Uhr sind wir mit dem Linienschiff unterwegs, wo wir für nächsten drei Nächte Quartier in einer privaten Pension beziehen.

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Während der Schifffahrt betrachte ich vor allem die Uferstrukturen (links). Vögel zeigen sich nur punktuell, darunter 2 Seeadler (Bild 2) und 3 Schwarzkopfmöwen (Bild 3). Eine fliegende Fischmöwe im Prachtkleid ist erkennbar. Unser Ziel ist das nur auf dem Wasserweg erreichbare Fischerdorf Sfântu Gheorghe. Die traditionelle und lokale Fortbewegung basiert bis heute auf Booten und Pferdefuhrwerken, womit auch unser Gepäck transportiert wird. In der Umgebung von Sfântu Gheorghe leben ungefähr 7000 Pferde halbwild und fast so viele Rinder. Die Pferde dienen als Reit- und Zugtiere.

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Fahrzeuge wie auf Bild 5 gezeigt werden zum Einkaufen oder für Strandausflüge genutzt. Haupterwerbszweige der Bevölkerung sind Fischerei, Schifffahrt und Tourismus (Bild 6). Unsere Gruppe fügt sich da sehr gut ein und stärkt das Konzept der Einheimischen. Wir lassen uns auf 2 private Häuser verteilen und genießen das authentische Erlebnis. An 2 Tagen verteilen wir uns auf 2 Boote und fahren über schmale und breitere Wasserarme durch die unendliche Schilfwildnis.

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Dabei sehen wir auch Landvögel näher als zuvor, z. B. Blauracken (Bilder links). Einer versteckt singenden Turteltaube (Bild 11) können sich beide Boote auf Fotoentfernung annähern, ohne zu stören. Der schwimmende Bisam (rechts) flüchtet vor dem vorderen Boot, weshalb ihn nicht alle sehen.
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Flussseeschwalben links) und Weißbartseeschwalben (daneben) sind ein regelmäßiger Anblick. Die Stars des Donaudeltas sind natürlich die Rosapelikane (Bilder rechts). In einer großen Lagune sehen wir Rastplätze, während die Brutplätze für Besucher gesperrt sind. Die strengen Schutzmaßnahmen sind sinnvoll, zumal wir die Alternative mit etablierten Rastplätzen erleben.
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Später im relativ engen Wasserarm werden unsere Boote für 30 rastende Nachtreiher als Störung wahrgenommen. Ihr Auffliegen bietet für uns einen spektakulären Anblick (links). Beide Unterkünfte bieten Gelegenheit, den Steinkauz (Bild 18) zu erleben, spätestens beim gemeinsamen Ausfüllen der Liste am Abend. Die Dorfumgebung zu Fuß zu erkunden,erweist sich in jede Richtung als lohnend. Singende Blassspötter sind Charaktervögel dieser Landschaft entlang eines Donauarmes gleich hinter und neben den Häusern. Läuft man direkt in Richtung Meer, sind Weißbartseeschwalben, die hier in einem Feuchtgebiet brüten, weder zu übersehen noch zu überhören. Näher am Stand sieht der vordere Teil unserer Gruppe einen Triel überfliegen, während die Zurückgebliebenen noch rufende Rotbauchunken suchen bzw. betrachten. An der vom Meer abgewandten Dorfseite bekommen wir eine der beiden Kurzzehenlerchen unserer Reise (Bild 19) vor die Linse. Am Ende der Umrundung eines vielseitigen Habitatmosaiks (rechts) lässt ein Karmingimpel sein "Nice to meet you" erklingen, ohne sich zu zeigen, als wolle er verkünden, dass wir ohnehin nicht alles gesehen hätten und dies auch nicht mehr schaffen. Und vielleicht soll es genauso sein und das Donaudelta ein Sehnsuchtsort bleiben.

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