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Ecuador 19.10.-13.11.2015

 
Teil 7: Galapagos 1 - überwiegend individuell

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Alle Fotos werden beim Anklicken auf 800 Pixel (lange Seite) vergrößert.
Ganze 4 Tage und 4 Nächte sind für Galapagos außerordentlich wenig, aber die tiefen Eindrücke werden lebenslang nachwirken. Was gab es Neues zu entdecken im Vergleich zu den Vorstellungen, die ich aus Fernsehsendungen hatte? Wonach sortiere ich die zahlreichen Fotos? Der chronologische Ablauf war mir zu holprig, zumal wir auf der Insel Santa Cruz sowohl am Anfang als auch am Ende waren. Vielleicht musste erst einige Zeit verstreichen, wo ich Abstand gewinnen konnte. Nach einer kurzen Einführung mit 4 Bildern werde ich im aktuellen Teil 7 auf individuelle Erlebnisse konzenrieren und im Teil 8 geführte Touren beschreiben.
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Galapagos-Riesenschildkröten in freier Wildbahn inmitten der Insel Santa Cruz gehören zu den Höhepunkten wohl fast eines jeden Galapagos-Reisenden. Ich erlebte sie beim Transfer über die Insel mit Ziel Isabela am selben Tag, eine sehr praktische und zeitsparende Variante. Ohnehin sind nur Gruppen zugelassen, gleichzeitig zwei und es gehört schon Glück dazu, rivalisierende Individuen wie hier auf dem linken Foto beobachten zu können. Einen Größenvergleich zur Bahamaente (Anas bahamensis) zeigt das 2. Bild. Fotografische Bemühungen um eine vorzeigbare Schildkröte bündeln die Menschen auf den streng reglementierten Touren. Dieses Ambiente verdient es meiner Ansicht nach auch, mal gezeigt zu werden. Zur Besucherlenkung gehören auch leere Panzer, in die man hineinkriechen kann.
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Alle nun folgenden 36 Fotos entstanden in der Freizeit, wobei ich mit der Charles-Darwin-Station im Süden der Insel Santa Cruz beginnen möchte. Diese wurde uns "wegen vorübergehender Umbauarbeiten" kurzfristig aus dem Programm gestrichen. Wie sich später zeigte, hatte das auch Vorteile. Da die Station immerhin nicht geschlossen war, erkundete ich sie am letzten Tag vor der Heimreise auf eigene Faust. Neben Fotos an der Badestelle mit Darwinfinken können in solchen Situation auch Fotos gelingen, die denen in freier Natur annähernd vergleichbar sind. Rechts sehen wir die Galapagos-Spottdrossel [Mimus parvulus].
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Zwischendurch ermöglichten uns zwei Übernachtungen in Puerto Villamil am Südstrand der Insel Isabela wunderbare Erlebnisse auf eigene Faust. Die Übernachtung auf dem Festland hatte im Vergleich zu Kreuzfahrtschiffen zudem den großen Vorteil, dass das Morgen- und Abendlicht auf der Insel für Fotos genutzt werden konnte und Beobachtungen außerhalb einer geführten Gruppe möglich waren. Allein die Lage unseres Hotel (linkes Bild) war exzellent für Vogelbeobachtungen. Noch vor dem Frühstück streifte mein Blick über den weitläufigen Strand. Neben mir sondierte der Regenbrachvogel [Numenius phaeopus] nach Freßbarem. Im Sturzflug fischten Meerespelikane [Pelecanus occidentalis]und Blaufußtölpel [Sula nebouxii] in einer Intensität wie den ganzen Vormittag nicht mehr.
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Ganztags versuchten Prachtfregattvögel [Fregata magnificens] anderen Arten wie Pelikanen einen erbeuteten Fisch wegzuschnappen. Nach dem Frühstück erkundeten wir einen Bohlenweg, welcher am Strand hinter dem Iguana Hotel begann und ein Feuchtgebiet mit Mangroven erschloss. Besonders nah zu beobachten waren Amerikanischer Stelzenläufer [Himantopus mexicanus] und auf dem Rückweg als Highlight der Grünreiher [Butorides virescens].
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Derselbe Weg Pfad führte später durch Trockenlandschaften und ermöglichte die Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt nach eigenem Rhytmus. Mehrere Vertreter der Darwinfinken ließen sich auf und neben dem Pfad bei der Nahrungssuche beobachten und identifizieren. Hierbei ist die Schnabelform, eine Anpassung an die verschiedenen Ernährungsweisen, ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der einzelnen Arten. Nach 1,6 km gelangte man schließlich zur Aufzuchtstation von Riesenschildkröten (3. Bild). Besonders beeindruckte mich die Lebendigkeit der langlebigen Tiere. Die verblüffend hastigen Fressbewegungen ahnt man hier im Foto natürlich nicht, aber beim Betrachten meiner Fotoserien kommen sie deutlich zum Ausdruck.
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Uns war bekannt, dass man zu einer Flamingolagune kommt, wenn man nun die Straße weiter nach Norden geht. Hier haben Kubaflamingos [Phoenicopterus ruber] ihre Brutreviere. Einer der Kubaflamingos legte sich besonders in Pose (links). Wesentlich unauffälligeren Arten begegneten wir auf dem Rückweg. Am Strand erspähten wir den kleinen endemischen Lavareiher [Butorides sundevalli] auf der Suche nach Kleingetier (2.Bild). Nur wenige Meter daneben wurde unser genaues Anschauen der Lavastrukturen reich belohnt. Bei nur flüchtigem Blick hätten wir die Massen von Lavaechsen leicht übersehen können, da sie geradezu mit ihrer Umgebung verschmelzen und überwiegend dösen.

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Dagegen war der auf der Mauer eines Grundstückes thronende Landleguan sehr präsent. Ja, auch im Paradies leben Menschen anscheinend ganz normal (2. Bild). Tor zur Welt ist auf Isabela der Hafen. Hier kommt man an und fährt man ab und mit Glück kann man dabei schon Galápagospinguine [Spheniscus mendiculus] entdecken. Die hier allgegenwärtigen Robben und Leguane präsentieren sich auch dem eiligen Besucher, aber mehr Zeit lohnt auf jeden Fall !
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Daher gingen wir nochmals in Ruhe zum Hafen. Hier gibt es einige kurze aber lohnende gut ausgebaute Wege zu erkunden. Die mittleren Bilder deuten eine immer wiederkehrende Frage an: Sollte man auf das Geländer ausweichen oder kann man an den Robben einfach vorbeilaufen? Der Bohlenweg endet an einer Badebucht mit Ausblick sowohl auf Mangroven als auch auf Las Tintoreras, worüber ich im Teil 8 berichte.
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Meerespelikane gelangen auf unterschiedlichem Wege zur Nahrung. Selbst fischen ist die eine Variante (linkes Bild). Die andere Variante sehen wir weiter rechts. Vor dem Restaurant "Pelicanview" ist der Fischmarkt. Klar, dass regelmäßig Reste für die Pelikane abfallen. Auch der Fregattvogel flog hier seine Runden. Der ausgenommene Fisch wurde noch mit einem Wasserstrahl gesäubert. Diesen Wasserstrahl benutzten die Fischer auch, um allzu dreiste Diebe abzustrafen und zum Fallenlassen der Beute zu bewegen.
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Einen Mülleimer für Abfälle brauchten die Fischer nicht. Diese gelangten direkt in die geöffneten Schnäbel oder Mäuler. Die Robbe war noch hungrig. Sie hatte während meiner Beobachtungszeit ihren geduldeten Stammplatz an der Theke eingenommen. Etwaige Konkurrenten schliefen noch im nahegelegenen teuren Hotel-Restaurant "Red Mangrove", welches unbedingt eine Erwähnung verdient. Es ist nämlich in einen Mangrovenstrand integriert und bietet beste Aussichten. Glücklich darüber, dass das großzügige Hotel-Freigelände nicht abgesperrt war, machte ich letzte Fotos, bevor ich im eigenen Hotel mein Frühstück einnahm und danach unverzüglich die Heimreise antrat. Im Bericht sind wir aber noch nicht am Ende angekommen. Wie eingangs erwähnt, warten aber noch bemerkenswerte Eindrücke unserer geführten Touren auf das Weiterlesen.
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