Kolumbien 08.-23.09.2025

 
Teil 2: Im Río Blanco -Nebelwald (10.-11.9.)

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Anders als das Hotel Guadalajara de Buga ist das Hotel Quo in Manizales ein Stadthotel ohne Garten. Zum Frühstücken und Mittagessen werden wir an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zur Reserva Ecológica Río Blanco gefahren, wo wir in einer Lodge beköstigt werden. Fußläufig erkunden wir die Vögel des Nebelwaldes. Wir erleben, wie schwer es angesichts der Belaubung sein kann, einen vom Guide entdeckten Vogel selbst auch zu sehen. Man muss eine passende Lücke im Blattwerk finden. Selbst bei einem so großen Vogel wie dem Schwarzschnabeltukan ist das nicht so einfach. Glücklich bin ich, neben Körperteilen endlich auch das Gesicht des Tukans zu erhaschen (Bild 2). Auch die Fokussierung von Kolibris und Kleinvögeln im dichten Strauchwerk muss bei der von mir verwendeten Bridgekamera Nikon D-950 geübt werden ( (Bild 3). Verhaltensbedingt bekomme ich den farbenfrohen Maskentrogon (rechts) einfacher aufs Bild.
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Hier erlebe ich das erste Mal, wie eine Ameisenpitta angelockt wird. "Maria" wird an einem für die Fütterung vorbereiteten Ort in einer ruhigen Atmosphäre immer wieder namentlich gerufen, bis sie letztlich kommt. Das linke Bild zeigt eine Rostkappen-Ameisenpitta an der Futterstelle. Die Idee stammt von einem ehemaligen Kleinbauern aus Ecuador, der jetzt davon lebt und gleichzeitig zur Erhaltung des Regenwaldes beiträgt. Das Journal für Vogelbeobachter "Der Falke" berichtet im Heft 12/2025 auf S. 7-11 sehr anschaulich darüber. Später sind wir sogar Zeuge, wie mehrere Individuen verschiedener Arten nacheinander gerufen werden. Natürlich kommen nicht nur die eigentlichen Zielarten, um Weichtiere auf diese Art zu erhaschen.
Kolumbien ist das Land mit den meisten Kolibriarten. Zuckerspender erleichtern die Beobachtung vielerorts. Angesichts der 176 (!) in Kolumbien vorkommenden Arten erscheint die Bestimmung anfangs eher hoffnungslos. Nach kurzer Phase der Ratlosigkeit entscheide ich mich für Belegfotos. Die Rast der Himmelssylphe auf dem Pfosten (2. Bild) bietet mir eine Chance. die meisten Mitreisenden fotografieren. Der Große Veilchenohrkolibri auf der Lumix-Kamera eines Mitbeobachters bringt Spaß. Der fliegende Braunbauch-Brillantkolibri (rechts) verheißt Hoffnung auf weitere Kolibribilder im Laufe der Zeit, die sich auch einstellen werden.

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Eine Busfahrt soll uns in ein anderes Habitat bringen und damit auch die Vogelliste bereichern. Wegen eine Bergrutsches (linkes Bild) müssen wir aussteigen und zu Fuß weiterlaufen, der Weg ist nun das Ziel. Dem Programm nach hätte wohl das NSG “Owl’s Watch” unser Ziel sein können, ich habe danach gegoogelt - dort gibt es ein bei Vogelbeobachtern beliebtes Berghotel mit Aussicht und diversen Futterstellen. Pech gehabt. Am Wegesrand sehen wir einen Weißkehlarassari und einen Andenzwergkauz aus Fotodistanz. Am Ende des 3. Tages umfasst die bisherige Vogelliste 168 Arten.