Kolumbien 08.-23.09.2025

 
Teil 4: Hoch hinaus (12.-13.9.)

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Spürbar kalt ist es am 12.9. bei Ankunft im Thermalhotel auf 3.500 m Höhe über dem Meer, doch schnell arrangiere ich mich mit der Situation und wärme mich gern in einem der Thermalbecken. Im weitläufigen Hotelbereich gibt es eine Futterstelle für einige Kolibriarten, die wegen der Höhe neu für uns sind.- Bild3 zeigt den Rostkolibri. Eine neue Art ist auch die Grauwangen-Ameisenpitta (rechts) am nächsten Morgen. Auch hier wurde ein Versteck und ein Fütterungsritual eingerichtet.
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Unweit des Hotels ziehen Andenbussarde ihre Kreise (links). Um die Hauptzielart, den endemischen Violettbart-Helmkolibri (Bild 2) zu sehen, müssen wir auf über 4.000 mNN hinauf. Helmkolibris sind Nahrungsspezialisten. Sie ernähren sich von Hochgebirgspflanzen und trinken gern Nektar aus den gelben Blüten (Bild 3). In Zeiten wenn frische Blüten wenig vorhanden sind, pieken Helmkolibris mit ihrem kurzen feinen Schnabel die behaarten ledrigen Blätter von Schopfrosettenbäumchen der Gattung Espeletia an und saugen deren Saft. Diese Pflanzen der Gattung Espletia können einen robusten Stamm entwickeln, der von alten Blättern bedeckt ist und der Pflanze ein palmenartiges Aussehen verleiht. Teile der äquatornahen Hochgebirgslandschaft oberhalb der Baumgrenze zwischen ca. 3500 und 4500 m werden von ihr geprägt (rechts). Auf der Rückfahrt zum Thermalhotel queren wir auf der Fahrbahn nochmals die spektakuläre Landschaft aus 4.150 m NN, doch wegen Nebel sehen wir weder den zweithöchsten aktiven Vulkan der Nordhalbkugel noch den Gletscher. Auf der Hinfahrt hatten wir aus dem Busfenster heraus eine Ahnung vom touristischen Hotspot im Los Nevados Nationalpark erhalten, die ich gern vertieft und bildlich festgehalten hätte.
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Im Nahbereich unseres Thermalhotels zeigt sich die Vegetation deutlich weniger alpin. Das Mammutblatt (links) ist eine beeindruckende, riesige Staude mit gewaltigen Blättern, die trotz ihrer Ähnlichkeit nicht mit dem Rhabarber verwandt ist. Es braucht etwas Geduld, um bunte Vögel wie die Zimtstirn-Buschammer und die Mennigohr-Bergtangare (mittige Bilder) zu sehen. Saftiges Weideland mit weidenden Kühen (nicht im Bild) sehe ich vorerst zu letzten Mal, was ich während der Aufnahme noch nicht ahne.