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Türkei - Pamukkale

Teil 1 Kappadokien
Zentralanatolische Erosionslandschaft, Tuffstein, Feenkamine, Felsenwohnungen
Teil 2 Pamukkale
Kalksinterterassen: Schneeweißes "Watteschloss" und Massentourismus
Teil 3 Historische Stätten
Ruinen von Hierapolis und der Antikenstadt Aphrodisias
Teil 4 Verschiedenes
Alanya, Strand und Hinterland


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Alle Fotos sind selbsterstellt und unterliegen dem Copyright © der Familie Eidner.
Bei beabsichtigter Verwendung der Bilder sind die Autoren zu kontaktieren.

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Pamukkale bedeutet auf Türkisch "Baumwollschloss". Geologisch handelt es sich um Kalksinterterrassen, die durch die Ausfällung von Kalkstein aus kalk- und kieselsäurehaltigen Thermalquellen entstanden sind. Dieser Vorgang wird als Versinterung bezeichnet. Die terrassenartige Struktur ergibt sich durch den verzweigten Verlauf der einzelnen Quellen. An steilen Stufen entstanden aus Tropfsteinhöhlen bekannte Formen, wie Stalaktiten und Stalagmiten. Die schneeweißen Terassen stehen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und sind eine außerordentlich beliebte Touristenattraktion.
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Der Tourismus hat den Kalksinterterassen großen Schaden zugefügt. In den vergangenen 50 Jahren waren die Terrassen durch die oberhalb erbauten Hotels, die das Thermalwasser nutzten, zunehmend verfallen und hatten teilweise ihre typische weiße Farbe verloren. Aufgrund dessen wurden bis zum Jahre 1998 alle Hotels abgerissen. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Bewässerungssystems und Besucherlenkung wird versucht, die Terrassen von Pamukkale wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Wenn Sie großflächiges Schneeweiß auf Fotos sehen, handelt es sich entweder um historische Aufnahmen oder um entsprechende Nachbearbeitungen der Bilder. Tonwertabstufungen im hellen Bereich (Highkey) betonen den besonderen Charakter des Motivs und wurden daher auch hier verwendet. Im Vergleich dazu wird ein kostrastreiches identisches Bild präsentiert, welches auch seine Reize hat. Ohnehin hängt die farbliche Erscheinung der berühmten Terassen vom Wetter und der jeweiligen Sonneneinstrahlung ab.
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Während früher Besucher überall herumklettern und baden konnten, ist nunmehr ein einziger "Weg" zugelassen. Hierbei handelt es sich um den früheren Fahrweg zu den Hotels, allein die Tatsache, dass mitten durch die Kalksinterterassen gefahren wurde, ist aus heutiger Sicht unvorstellbar! Das kostbare Quellwasser wird dennoch nach wie vor in größerem Umfang für Thermalbäder genutzt, weshalb große Teile der Sinterterrassen trocken liegen. Zur Regeneration des Gebietes wird das verfügbare Wasser mal über die einen und mal über die anderen Terassen geleitet.
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Feuchte Terassen und Wasserfälle glitzern in allen Farben, besonders auch im warmen Licht der untergehenden Sonne. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahmen floss das kostbare Nass auch zwischen Ruinen von Hierapolis, über die im nächsten Teil noch mehr berichtet wird. Hierapolis war eine antike griechische Stadt oberhalb von Pamukkale und war mit den Besonderheiten des Standortes immer eng verflocheten. Das Wasser diente zur Färbung von Wolle: Weberei und Textilhandel bildeten die Grundlagen des Reichtums der Stadt.

 

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